Morgen Kinder…

Wenn auch ein bisschen spät aber super Gedicht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Erich Kästner

Terror-Test

Ich weiß nicht, wie ich das nur verpassen konnte. Dabei gucke ich eigentlich jede Sendung von extra3 aber irgendwie scheint diese Folge mir irgendwie durch die Lappen gegangen zu sein. Wirklich unglaublich. Der Moderator Tobias Schlegl macht einmal Aufnahmen von “sicherheitsrelevanten” Orten in Berlin mit seiner Kamera als “normaler” westeuropäisch gekleideter Tourist und einmal als “arabischer” Tourist. Zwei mal gleicher Ort, Zwei mal gleiche Aktionen ABER zwei mal unterschiedliche Reaktionen von den Repressionsorganen. Wirklich sehr guter Clip!

PS: Vielen Dank an Annalist deren Blog ich auch nur wärmsten empfehlen kann!

Frohe Weihnachten

Meine lieben Leser_Innen,

ich wünsche euch und euren Familien ein friedliches, geruhsames und schönes Weihnachtsfest. Genießt die ruhige Zeit und lasst die Sorgen und Probleme einfach mal sacken. Gerade zu Weihnachten ist Zeit, sich einfach einmal auf das Sofa zu legen, durchzuatmen und ein gutes Buch zu lesen.
Euch also eine frohe Weihnacht!

Live Mesh nicht mehr Live Mesh

Da hatte sich Windows mal was richtig tolles einfallen lassen und jetzt schaffen sie es mit ihrem Essential 2011 wieder ab. Windows Live Mesh war ein wirklich super Service, bei dem man seine Daten nur in einem Ordner ablegen konnte und dann wurden diese Daten auf einen Windows-eigenen Server gespiegelt und konnten von jedem anderen Computer auf dieser Welt abgerufen werden. Auf meinen eigenen Computern, auf denen ich die Software auch installiert hatte, wurden die Daten automatisch heruntergeladen bzw. synchronisiert. Dies war für mich als Student gerade gut, weil ich einfach nur die Daten wie bspw. eine Powerpoint Präsentation in einen Ordner speichern konnte und diese dann ziemlich schnell auf meinen Uniaccount bzw. auf jeden Computer herunterladen konnte. Ein, wie schon gesagt, ziemlich cooler und intelligenter Service, den ich seit 2008 sehr gerne in Anspruch genommen habe.

Doch nun ist alles anders. Windows hat seine neue Essential Tool Sammlung herausgebracht, wo zwar noch Windows Live Mesh vorhanden ist, aber in voll und deutlich zum Nachteil für den Nutzer geänderter Form. So ist Live Mesh in der Version 2011 nicht mehr über die normale Internetadresse www.mesh.com zu erreichen, sondern muss jetzt sehr umständlich über http://devices.live.com aufgerufen werden und dann muss man sich auch noch durch das Menü klicken um den synchronisierten Ordner zu finden. Zweiter Nachteil, man sieht in der Onlineversion nicht mehr welche Datei man als letztes hoch geladen hat und welche, wann aktualisiert wurde, was man bei Live Mesh alt noch ziemlich gut am linken Seitenrand sehen konnte, wo man dann nur noch auf den Dateinamen klicken musste um die entsprechende Datei dann auch herunterzuladen. Dies alles wurde abgeschafft mit der Intention mit Windows Live eine eigenständige Plattform zu schaffen, wo man E-Mail (Hotmail), Messenger (Windows Live Messenger), Cloud-Speicher (SkyDrive) und Synchronisation (Live Mesh) zusammen hat. Eigentlich eine gute Idee, wenn dabei nicht die Benutzerführung drunter gelitten hätte. Ich nutze ja auch noch SkyDrive, aber jetzt kann ich kaum noch unterscheiden, welche Dateien ich bei SkyDrive und welche bei Live Mesh sind usw. .

Nein allem in allem ist es ein ziemlicher Rückschritt für Leute, die oft Live Mesh benutzt haben und vor allem den Online Service zu schätzen wussten. Ich werde mich über kurz oder lang, sollte es nicht gute Verbesserungen für Live Mesh geben, zu einer Alternative umorientieren. Kennt da jemand was?

Der Staat der bürgerlichen Gesellschaft

Zur Strategiefrage der Partei DIE LINKE.

Eine Hausarbeit bei John Kannankulam im Fb03 der Philipps-Universität Marburg

Inhalt

1.Einleitung. 3

2. Materialistische Staatstheorie im Wandel der Zeit. 4

3. Was ist der Staat?. 6

3.1. Soziale Formen. 6

3.2. Die formanalytische Begründung des Staates. 8

3.3.1 Das antagonistische Verhältnis von Staat und Markt. 11

3.3.2 Das antagonistische Verhältnis von Staat und Gesellschaft. 12

3.3.3. Der Staat als materielle Verdichtung von Kräfteverhältnissen. 13

4. Die Struktur des Staates. 14

4.1. Die Staatsapparate. 14

4.2. Der Staat und die herrschenden Klassen. 16

4.3. Der Staat und die beherrschten Klassen. 18

5. Resümee und Ausblick. 19

6. Verwendete Literatur. 21

 

„Der Sozialismus wird demokratisch sein oder gar nicht“

Nicos Poulantzas, Staatstheorie, S.294

1.Einleitung

Die oben zitierten Worte, des marxistischen Staatstheoretikers Nicos Poulantzas beschreiben das historische Dilemma der gesellschaftlichen Linken sehr treffend, da sich in diesem Zitat zwei historische Erfahrungen der sozialistischen Bewegung widerspiegeln. Auf der einen Seite steht die sozialdemokratische Bewegung, die versuchte den Staat zu besetzten und „seine Spitzen durch eine aufgeklärte linke Elite ersetzt“ um damit den „Massen von Oben den Sozialismus“ zu bringen (Poulantzas, 2002, S.283). Sie scheiterte und wurde zum „technisch-bürokratischen Etatismus der Experten“ (ebd.). Auf der anderen Seite steht die leninistische bzw. rätekommunistische Bewegung, die wie in der Oktoberrevolution, eine alternative Herrschaftsstruktur und somit eine Situation der Doppelherrschaft aufbaut. Auch diese Bewegung scheiterte, da dieser Versuch dazu führte, einen „Parallel-Staat [aufzubauen,] der dem instrumentalistischem Modell des gegenwärtigen Staates nachgebildet ist und insofern ein proletarischer Staat sein soll, als er von oben durch die revolutionäre Einheitspartei kontrolliert und besetzt wird“ (ebd. S.282). Dies führt zum Despotismus, zum stalinistischen Etatismus (vgl. Briken u.a., 2008). Die Frage, die sich nun stellt, ist wie eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse erkämpft werden kann? Gerade im Hinblick auf die Partei DIE LINKE, die seit ihrer Gründung einen starken Zuwachs an WählerInnenstimmen zu verzeichnen hat und seit einiger Zeit damit kokettiert sich an einer rot-grün-rote Bundesregierung zu beteiligen (vgl. Preiß, 2010, S.3) ist es interessant der Frage nach zu gehen, in wie fern Regierungsbeteiligungen, wie beispielsweise in Berlin und Brandenburg, grundlegende Veränderungen herstellen können oder ob nicht die Struktur des bürgerlich-kapitalistischen Staates dies unmöglich macht?

Diese Hausarbeit möchte mit Hilfe der materialistischen Staatstheorie von Nicos Poulantzas die Struktur des bürgerlich-kapitalistischen Staates untersuchen und herausarbeiten, in wie fern diese Struktur eine Umwälzung der herrschenden Verhältnisse durch den parlamentarischen Weg, d.h. die Übernahme der Staatsmacht und der Versuch einer Reformierung zum Sozialismus hin zulässt. Dafür habe ich diese Arbeit in drei Teile geteilt, wo ich versuchen werde auf die oben aufgeworfenen Fragen Antworten zu finden. Im ersten Teil werde ich einen historischen Abriss der marxistischen Staatstheorie darstellen. Dadurch wird ersichtlich, wie Nicos Poulantzas seine materialistische Staatstheorie entwickelte und auf welche Vorarbeiten er zurückgriff. Im zweiten und größten Teil möchte ich die Struktur des modernen bürgerlich-kapitalistischen Staates herausarbeiten. Dafür bediene ich mich dem formanalytischen Ansatz um den modernen Staat herzuleiten und zu begründen. Um dies zu schaffen kläre ich vor der Begründung des modernen Staates, den marx‘schen Begriff der sozialen Form anhand der Wertform. Danach versuche ich im dritten Teil dieser Arbeit die Struktur des modernen Staates mit seinen Apparaten aufzuzeigen um danach sein Verhältnis zu den herrschenden wie beherrschten Klassen zu klären. Im vierten und letzten Teil versuche ich ein abschließendes Resümee zu ziehen.

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Fotoimpressionen #1

Irgendwie scheint es in letzter Zeit hipp zu sein, lustige Bilder, die man so in seinem Leben macht, zu bloggen. Also nicht mehr nur ständige Bleiwüsten zu produzieren, sondern nun auch coole, lustige und bunte Bilder posten, dass ist jetzt angesagt. Meine beiden Blogfreundinnen aus Marburg, die provinzpiratin sowie Deborah machen das schon ein wenig länger, weshalb ich jetzt auch auf diesen Zug aufspringen mag und meine Bilder, die ich ab und zu per Handycam mache, hier posten werde unter dem Titel “Fotoimpressionen”. Viel Spaß

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Ein Aufkleber der “Bunten Liga” Mannschaft “Partizan Oberstadt” in der Berliner Kneipe Syndikat.

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gefunden im Hörsaal der Physik

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Eine von der Bundesregierung bezahlte Werbeanzeige der CDU/CSU in der Financial Times Deutschland

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Ein kluger Spruch – gefunden im A10 Center in Wildau bei Berlin

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Ein Windowsfehler auf dem Flughafen in Doha

Politisches Denken

Auch wenn ich ungern Werbung für Bücher mache, so möchte ich euch doch die Reihe “Politisches Denken” von dem Marburger Politikwissenschaftler und Genossen Frank

Das neue Buch von Frank Deppe

Deppe ans Herz legen. Auf insgesamt mehr als 2100 Seiten skizziert Frank Deppe die Entwicklung des politischen Denkens. In insgesamt 5 Büchern und 4 Bänden zeigt er verschiedene Theorien und politische Denkrichtungen auf und geht von Max Weber über Antonio Gramsci und Che Guevarra bis Antonio Negri, Slavoj Zizek und Niclas Luhmann. Die Reihe des “Politischen Denkens”, dessen letzter Band “Politisches Denken im Übergang ins 21.Jahrhundert” jetzt im Dezember 2010 erschien, gehört in jedes Bücherregal eines Politikwissenschaftlers und kann vom Lexikon bis zur Gute Nacht Lektüre benutzt werden.