Et jeht so …nicht weiter!
Das Öl geht langsam aus, die immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten sind schon lange nicht mehr an real existierende Phänomene zu knüpfen und neuerdings machen fast alle unsere Säulen, Standbeine der Wirtschaft schlapp – Dutzende von Konzerne von denen man vor wenigen Jahren noch unsterblichkeit vorrausgesagt hat. Das man dazu noch Krieg, Umweltverschmutzung und Leid, in Gebieten die man nicht in seiner unmittelbaren Nähe hat, schon lange gelernt hat zu ignorieren ist dabei nur Nebenprodukt eines anderen Phänomens: Es geht uns nichts an, wir können ohnehin nichts tun, wir haben unsere eigenen Probleme – was vermutlich auch noch der Wahrheit entspricht.
Die Welt ist am Ende. Das wurde uns ja nun oft genug klar gemacht. Wobei immer wenn die öffentliche Meinung Gefahr läuft “zu” negativ zu denken, die Opposition geschickt aus der Deckung springt: Man dürfte nicht soviel Miesmacherei betreiben, die momentane Regierung sei irgendwie schuld (welche Partei hier in welche Rolle gesteckt wird ist egal – es wechselt sich ja schließlich ab); und damit sind wir wieder erfolgreich vom eigentlichen Problem abgelenkt.
Politik und Wirtschaft orakeln im Wechseltakt, wie Krisen unterschiedlichster Art unsere Welt zugrunde richten – angeblich. Das es dabei aber gerade diese Schichten, die sich eigentlich aus den Eliten unsere Bevölkerung zusammensetzen sollte sind die unser Land – unsere Welt – zugrunde richten wird totgeschwiegen.
Eines zumindest ist wahr. Die Welt steht am Ende, besser die neoliberale Marktwirtschaft, vermutlich auch der Kapitalismus. Unsere Gesellschaftsform funktioniert so nicht. Reformen werden das vermutlich nicht ändern, ein anderes System muss her.
“Die Krise” ist längst ökonomischer, ökologischer, politischer und gesellschaftlicher Art, sie hat alle Bereiche unseres Lebens erfasst. Und mag das unser ganz persönliches Umfeld, unsere eigene kleine Welt, momentan noch nur am Rande beeinflussen: Veränderungen werden kommen, und dann mit ziehmlicher Sicherheit keine Solchen, die uns sehr gefallen.
Es klingt so wunderbar schwammig, wenn man von der Gesellschaft spricht, selbst wenn man von so großen Dingen in den Nachrichten erfährt (die längst eher als Entwarnung fungieren: Wenn es in den Nachrichten kommt und irgendetwas Großes betrifft,… betrifft es nicht mich!). Aber was im Großen schleichend vorrangeht wird uns blitzschnell erfassen wenn die richtigen Schwellen übertreten sind.
Wer schuld ist wissen wir – und es hilft tatsächlich nicht es noch übermäßig zu erwähnen, oder Rache und Bestrafung zu predigen.
Dieser Blog soll in Zukunft dazu dienen, diese globale “Krise” näher zu zeichnen: in dem wir sie in allen Aspekten in denen sie auftritt beschreiben, auch aus persönlicher Sicht, berichten und vielleicht an ein oder andere Stelle unsere Meinung zur Verbesserung geben.
Dieser Blog ist nicht an irgendeine Partei oder konservative, steinernde Weltanschauung gebunden. Er soll sich flexiblel und kritisch mit dem “Problem” beschäftigen. Natürlich werden dabei ebenso kritische Meinungen und Grundsätze entstehen und sich offenbaren, sicher auch unbeliebte und unbequeme. Auch wird es vielleicht zu gegensätzlichen Meinungen unter den Autoren kommen, aber das ist, so sei hier sofort gesagt, auch die Intention der Sache. Denn das bedeutet Auseinandersetzung.
“Die Krise” betrifft nicht das Öl. Sie betrifft nicht nur Opel, Karstadt, die Finanz oder irgendeinen anderen kurzlebigen Skandal. Die Krise ist global und allumfassend. Sie hat viele Aspekte und tritt in ebenso vielen Lebensbereichen auf – mit vielen Gesichtern. Die Krise ist mit voller Absicht nicht definiert: sie ist ein Begriff, geschaffen um die Vielfalt und Permanenz eines Problems zu beschreiben, eines Problems des Systems (am ehesten vermutlich: “Die Systemkrise”).
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Willkommen auf dem Krisenblog
mfg Celle
Ein Blog in Gemeinschaft von Felix, Celle und Martin.
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Hey super! Endlich gehts los! Der erste Artikel ist online und ich hoffe der 2. lässt auch nicht lange auf sich warten. Also nutzen wir die Krisen. Denn so jeht et nich weiter!
Hey, coole Sache. Ich denke, dass dieses Blog viel Potential hat, wenn ihr nicht so faul seid wie ich. Hoffe nur, dass hier in Zukunft nicht nur Felix schreibt, damit das hier kein zweites Rotblog wird.
(Nichts gegen dich Felix) Der Startartikel von Celle liest sich auf jeden Fall schon ganz nett.
Hey, dass freut mich, dass du einen Kommentar schreibst. Also du bist gerne hier gesehen und ich denke und hoffe das du mit kommentieren wirst. Nein wir werden alle mal schreiben.
Aber euer et-jeht-so ist ja auch ein halber provinzblog wenn du das nach der Anzahl der Artikel nimmst
letztendlich ist das, um mal tobi zu zitieren, eh alles inzest in der bloggerszene
… zumindest wenn wir tatsächlich sowas wie den hauch von dauerhafter qualität erreichen sollten.
hoffentlich schreibt ihr hier auch so kräftig wie wir bei euch
danke auf jeden fall schonma für die netten worte, norm.
wenn alles glatt geht schreibt jeder hier mal; zur faulheit: naja, eigentlich werd ich vermutlich auch eher unregelmäßig schreiben, es sei denn natürlich felix drängt mich auch weiter so wie bisher
Immer gut, wenn es ernsthafte Politblogger in Deutschland gibt. Wenn nicht zu rot-bloggig wird, dann bin ich öfter da
Aber ich denke mal da wird Celle schon ein gutes Gegengewicht sein.
Bin gespannt, viel Erfolg.
1.) Das hoffe ich auch!
2.) Der Rot-Blog lebt ja noch weiterhin wo ich mich abreagieren kann.
Arbeitest du heute alles in Punkte ab oder wie: P Irgendwas stimmt mit der Formatierung des Kommentarfeldes hier unten nicht, kann das sein? Das ist hier alles linksbündig… ah ich verstehe
nene buzze, ich glaube das liegt an einem Plugin, was den Umzug nicht überstanden hat!