Schuld?

„Die kapitalistische Produktion entwickelt [...] nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: sie Erde und den Arbeiter“ (MEW 23: 529f)

Jetzt ist der Aufschrei groß. “Die Giftpanscher” titelte die Bild und echauffierte sich über den Dioxingehalt im Frühstücksein. Ob Dioxin im Ei, BSE im Steak oder Grippe im Huhn, die Nahrungsmittelbranche wird in den letzten Jahren des Öfteren von Skandalen überschattet. Die Frage, die sich nun wieder einmal stellt ist die der Schuld. Einer meiner Bloggerfreunde Moritz meinte in einem Gastbeitrag auf binsenbrenner.de, dass die Schuld sind nicht immer nur die anderen zu tragen haben, sondern der Verbraucher sich selbst einmal an die Nase fassen sollte und statt dem Motto “Geiz ist Geil” lieber einer gesunden, wenn auch teuren Ernährung folgen sollten. Dem Urteil, dass die Verbrauchern die Mit-, wenn nicht sogar die Hauptschuld an diesem Dioxinskandal tragen, möchte ich hier jedoch widersprechen. Es ist der Hauptgrund, weshalb ich diesen Artikel überhaupt verfasse.

Moritz Argumentation ist nicht neu und folgt einer uralten kapitalistischen Tradition der individuellen Subjektivierung als Konsument_In. Hieß es in den Anfangsjahren von Hollywood und Las Vegas noch, dass man vom Tellerwäscher zum Millionär schaffen könne, so heißt die Devise der ökologisch geläuterten Ausbeuter_Innen, die auch durch Bild, BamS und Glotze verbreitet wird, jeder kann diesen Globus retten ohne die Herrschaftsverhältnisse in Frage zu stellen. Kauft einfach mehr! Kauft vor allem teuer!

Es wird ein neues Lebensgefühl konstruiert, nur dass es diesmal nicht mehr der rauchende Marlboro-Cowboy, der alleine mit seinem Pferd und seiner Zigarette durch die einsame Wüste reitet, sondern es der moderne Lebensmann, der zum Mittag bei Starbucks eine FairTradeBioLatte trinkt und bei Käfer einen gemischten Cäsarsalat isst. Natürlich auch Bio. Es wird ein Gefühl vermittelt, dass man etwas Gutes tut. Für Mutter Erde, weil man ja Salat aus biologischem Anbau ist und für Kinder in Guatemala, weil der Latte ja zu “fairen Löhnen” hergestellt wird, wofür man ja auch gerne 2 Euro mehr bezahlt. Warum auch nicht? Ist ja für die Menschheit. Der Haken an der ganzen Sache ist aber einer: Wir sind im Kapitalismus! Und da geht es nicht um Menschlichkeit und schon gar nicht um einen Beitrag zu Mutter Erde. Dort geht es ums nackte Überleben! Wer nicht verkauft, der stirbt, geht Insolvent, verlässt die Bühne. Das sind die eisernen Gesetze des freien Marktes, des Kapitalismus, der Privatproduktion.

Gehen wir zurück zum ollen Marx, der im Jahr 1867 den ersten Band  seines Epochialwerk “Das Kapital” veröffentlichte. Dort beschreibt er den Produktionsprozess des Kapitals. Demnach braucht ein Produzent um eine Ware zu produzieren jeweils konstantes, wie auch variables Kapital. Konstantes Kapital ist “der Teil des Kapitals also, der sich in Produktionsmittel, d.h. in Rohmaterial, Hilfsstoffe und Arbeitsmittel umsetzt, verändert seine Wertgröße nicht im Produktionsprozeß. Ich nenne ihn daher konstanten Kapitalteil, oder kürzer: konstantes Kapital ” (MEW 23, S.223). Variables Kapital dagegen ist “der in Arbeitskraft umgesetzte Teil des Kapitals [der] dagegen seinen Wert im Produktionsprozeß verändert. Er reproduziert sein eignes Äquivalent und einen Überschuß darüber, Mehrwert, der selbst wechseln, größer oder kleiner sein kann. Aus einer konstanten Größe verwandelt sich dieser Teil des Kapitals fortwährend in eine variable. Ich nenne ihn daher variablen Kapitalteil, oder kürzer: variables Kapital” (MEW 23, S.224). Zusammen ergibt beides die zu “kaufende Warensumme” (MEW 23, S.32). Dies bedeutet also, dass sich der Preis zur Produktion einer Ware, in unserem Fall eines Lebensmittel durch die Kosten der Produktionsmittel d.h. Maschinen, Tiere, Futter der Tiere, Haltung der Tiere sowie der Preis für die Ware Arbeitskraft also Schlachter_In, Viehalter_In, Verkäufer_In usw. ergibt. Der Mehrwert, der vom Kapitalisten abgeschöpft wird, produziert die Ware Arbeitskraft. Der Wert einer Ware ergibt sich somit aus der gesellschaftlich durchschnittlichen Arbeitszeit zur Herstellung des Produkts, der Preis jedoch erst auf dem Markt.

Um als Kapitalist_In auf diesem Markt konkurrenzfähig zu sein und meinen Gewinn zu maximieren habe ich zwei nun zwei Möglichkeiten. Entweder ich drücke den Preis der Ware Arbeitskraft über die Länge des Arbeitstages (d.h. Klassenkampf) oder ich versuche die Kosten für das konstante Kapital niedrig zu halten. Die zweite Alternative wird mir als Kapitalist kaum etwas nützen, da es auf kurz oder lang einen Wettbewerbsnachteil bedeutet und nur kurzfristig Gewinn verspricht. Hier ist der Dioxinskandal ein gutes Beispiel dafür, da es die Lebensmittelindustrie auch nachhaltig schaden wird. Die erste Möglichkeit ist jedoch die praktischere und es wird auch am Meisten davon gebrauch gemacht. Und hier zeigt sich die Paradoxie der Konsumenten-können-die-Welt-verändern-Argumentation. Sobald Bio als auch Fair Trade im Massenkonsum angekommen ist (und das ist ja die Forderung dieser Argumentation) wird an einem Kapital gespart. Entweder Bio (was meistens ja auch nicht Bio ist…) oder Fair Trade. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Großhersteller von Bioprodukten Alnatura seine Mitarbeiter unter Tarif beschäftigt. Er muss ja Konkurrenzfähig bleiben. Gleichzeitig verkaufen Mitarbeiter_Innen bei Lidl und Aldi massenhaft FairTrade-Produkte aber werden selbst so krass ausgebeutet, dass sie sich diese Artikel gar nicht leisten können, was gleichzeitig bedeutet, dass nur die Menschen mit einem hohen Einkommen es sich überhaupt erst leisten können ökologisch-verträglich zu leben.

Ich sage ja nichts gegen Fair Trade oder Bio. Es ist besser als gar nichts, aber es ist verlogen, diese Art von Konsum als Schlüssel zur Rettung der Welt anzupreisen. Es ist Ideologie, die in diesen Zeit Hipp und attraktiv und auf den ersten Blick auch sehr logisch erscheint. Aber der Kapitalismus ist nicht die Lösung. Diese Ideologie meint uns sagen zu können, dass wir nun den in die Arme fallen sollten, “die bei der Verwüstung den Vorsitz geführt haben, damit sie uns da rausholen” (Der kommende Aufstand, S.57). Doch das dürfen wir nicht, da ihre Lösungen noch viel mehr Verwüstung anrichten und nur ihren eigenen Interessen nutzen werden. Die ökologische Frage ist mit der sozialen Frage eng verknüpft und darf nie losgelöst voneinander betrachtet werden. Alles andere übersieht die gesellschaftliche Realität!

Bloggen um des bloggen Willens?

Manchmal frage ich mich schon, weshalb ich eigentlich blogge. Letztens, kurz bevor ich ins Bett gehen wollte, da schoss mir ein Gedanke durch den Kopf, der mich dazu veranlasst hier diesen Blogartikel zu schreiben. Inspiriert wurde dieser Gedanke wahrscheinlich durch den Artikel von Moritz, in dem er über Menschen schrieb, die unter schlimmen Bedingungen und immer mit der Angst im Nacken, für mehrere Jahrzehnte eingesperrt zu werden, für Freiheit und Menschenrechte bloggen.
Warum fragte ich mich also, warum bloggst du? Du hast so viel um die Ohren, musst dieses Semester 5 Hausarbeiten schreiben, was mindestens 100 Seiten werden, wenn nicht sogar deutlich mehr. Warum dann auch noch Texte für den Blog schreiben, warum ihn betreuen, warten und manchmal ihn auch verändern. Gleichzeitig fragte ich mich, was wohl jedem Linken irgendwann einmal passiert, wozu mache ich das eigentlich alles? Ich erreiche ja eh kaum Menschen und diejenigen, die ich erreiche sind meistens Freund_Innen oder Menschen, die eh schon von der “Philosophie der Praxis” mit Gramsci gesprochen, überzeugt sind.

Nach einigem Nachdenken kam ich dann zu Schluss, dass ich genau das mache, was diejenigen, die für Freiheit bloggen, erreichen wollen. Sie wollen ohne Angst, weil sie Spaß daran haben oder auch einfach mal Kritik und ihre eigene Meinung loswerden wollen, einfach alles aufschreiben und das auch veröffentlichen können. Auch wenn dies jetzt auf den ersten Blick so klingt, als wenn ich die Meinung vertrete, das Deutschland bzw. die europäische Gesellschaft super frei ist, sehe ich hier auch tiefe Verletzungen der Meinungs-und Publikationsfreiheit. Aber nichts desto trotz DARF man hier fast alles veröffentlichen, was man will. Ich kann schreiben, dass Angela Merkel doof ist und dass ich die CDU verbieten würde. Ich darf dies öffentlich sogar fordern und dazu aufrufen. Dennoch bin ich mir im Klaren, dass ich bestimmte Grenzen nicht überschreiten darf, weil sonst der Verfassungsschutz vor meiner Tür steht oder die Polizei mich abtransportiert. Aber so ist dies nun mal im historischen Block der bürgerlich-kapitalistischen Demokratie. Hegemonie gepanzert mit Zwang.

Die Aufgabe eines Linken in dieser Gesellschaft ist es also für seine Idee und sein Projekt von einer radikalen Demokratie, die nach Ernsto Laclau den Sozialismus als Gesellschaftsordnung inkludiert, um Hegemonie zu ringen. Dies schließt theoretisch wie auch praktisch aus, eine autoritäre Politik zu verfolgen, die nämlich alles andere als links und progressiv wäre. Eine linke Politik zu betreiben, heißt also systematisch auf eine linke radikale Transformation der Gesellschaft hinzuarbeiten. Nach Gramsci sind Intellektuelle diejenigen, die, egal auf welcher Ebene der gesellschaftlichen Auseinandersetzung, um Hegemonie kämpfen. Hegemonie, das bedeutet Konsens in der Ausübung von Politik und politischen Praxen. Der Kampf für den Sozialismus und der radikalen Demokratie ist ein solches Projekt, wofür Intellektuelle auf den Ebenen des gesellschaftlichen Diskurses um Hegemonie kämpfen müssen. Ich sehe mich daher als ein organischer Intellektueller im gramscianischen Sinne, der mit diesem Blog einen kleinen Teil dazu beiträgt diesen Kampf für eine radikale Demokratie zu führen und die herrschende Ideologie des historischen Blocks zu kritisieren, bei der gleichzeitigen Bewahrung der liberal-demokratischen Rechte.
Oder wie es Ernest Laclau und Chantal Mouffe so schön formulierten:

“Die Aufgabe der Linken kann demnach nicht darin liegen, auf die liberal-demokratische Ideologie zu verzichten, sondern hat sie im Gegenteil in Richtung auf eine radikale und plurale Demokratie zu vertiefen und auszuweiten” (Laclau in Hegemonie und radikale Demokratie, S.219)

Rechtsform als hegemoniales Feld

Ein sehr guter und vor allem interessanter Vortrag von Sonja Buckel zum Thema soziale Formen, insbesondere der Rechtsform und wie es für eine gegenhegemoniale Strategie genutzt werden kann. Sehr zu empfehlen zum hören!

http://ia700401.us.archive.org/10/items/ugkongress_20071208_recht/ug_recht_sonja_buckel.ogg

Den Vortrag hielt Sie auf dem Kongress des kommunistischen Bündnis “…UmsGanze” im Jahr 2007 in Frankfurt am Main.

Modell Deutschland!

“Und so stellt sich in der Geschichte der kapitalistischen Produktion die Normierung des Arbeitstags als Kampf um die Schranken des Arbeitstags dar – ein Kampf zwischen dem Gesamtkapitalisten, d.h. der Klasse der Kapitalisten, und dem Gesamtarbeiter, oder der Arbeiterklasse.” (MEW 23, S.249)

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(Zu besseren Ansicht, bitte aufs Bild klicken!)

Und weil es so schön ist, hier noch ein Zitat: "There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning” (Waren Buffet in der NYT)

20 Jahre kritische politische Bildung

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Seit genau 20 Jahren existiert nun die Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) in der großen Welt der parteinahen Stiftung. Neben der Hans-Seidel-Stiftung (CSU), der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU), der Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP), der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) und der Heinrich-Böll-Stiftung (B90/Die Grünen) gründete sich am 16.November 1990 die PDS-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung, damals noch unter dem Namen "Gesellschaftsanalyse und politische Bildung". Nach einem langen Hin und Her, mehreren gewonnenen Gerichtsverfahren und viel Streit, wurde die RLS im Jahr 1999 im Bundesetat mit bedacht. Obwohl die PDS seit 1990 in zwei freigewählten Volkskammern und 2 Bundestagen vertreten war, erhielt sie erst am 27. September Geld aus dem Bundeshaushalt, so wie jede Stiftung, dessen Partei im Bundestag vertreten ist.

Seitdem wuchs die Stiftung unaufhörlich, abgesehen von dem Krisenjahr 2002, als die PDS aus dem Bundestag flog. Gab es für die RLS 1999 nur 4,5 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt sind es heute im Jahr 2011 rund 40 Millionen, also fast das 10fache. luxlike-flyerGleichzeitig wuchsen mit den Zuwendungen auch die Strukturen der Stiftung. Aus den damaligen  33 Mitarbeiter_Innen sind 136 geworden und auch die Stipendiant_Innenzahl wurde ausgeweitet. Waren es 1999 gerade einmal 5 Stipendiant_Innen, so sind es heute ganze 782 Studierende, die durch die RLS gefördert werden. Unter ihnen bin auch ich :-) .

Im Jubiläumsjahr wird mit “Lux like Studium” ein neues Stipendienprogramm der RLS an den Start gehen. Es soll Schüler_Innen, die nicht aus einem nicht-akademischen Elternhaus kommen, ein Studium ermöglichen bzw. den Zugang dazu erleichtern. Unter dem Motto “Zukunft statt Herkunft” steht ein Programm, dass neben der materiellen Förderung auch eine ideelle Förderung vorsieht, sowie eine Studienbegleitung. Mehr Informationen zu diesem Programm gibts hier und hier. Mehr Informationen zur Stiftung selbst, coole Glückwünsche zum 20jährigen Bestehen von noch cooleren Leuten (wie z.B. Antonio Negri) gibts hier und hier!

1. Entdeckung des Jahres

Erst einmal möchte ich allen meinen Leser_Innen ein frohes neues Jahr 2011 wünschen und hoffe ihr habt die Silvestertage gut verlebt und ordentlich gefeiert. Ich war im Havanna8 und habe ordentlich gefeiert.

Meine 1. Entdeckung in diesem Jahr ist aber eine ganz andere Art von Musik, als die die im Havanna gespielt wurde. Da ich eh schon immer ein Herz (oder Ohr?) für französische Chanson bzw. allgemein französischer Musik habe, war mir diese Künstlerin von Anfang an sympathisch. Als ich jedoch das Lied “Comme des Enfants” gehört habe, war ich hin und weg. Ihr Name ist “Coeur de pirate”, was zu Deutsch Piratenherz bedeutet, sie ist 21 und macht wunderschöne Musik. Aber jetzt habe ich genug geschrieben, hört sie euch einfach nur an:

Morgen Kinder…

Wenn auch ein bisschen spät aber super Gedicht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden.
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden.
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
Lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heil’ge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte recht so weit …
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

Erich Kästner

Terror-Test

Ich weiß nicht, wie ich das nur verpassen konnte. Dabei gucke ich eigentlich jede Sendung von extra3 aber irgendwie scheint diese Folge mir irgendwie durch die Lappen gegangen zu sein. Wirklich unglaublich. Der Moderator Tobias Schlegl macht einmal Aufnahmen von “sicherheitsrelevanten” Orten in Berlin mit seiner Kamera als “normaler” westeuropäisch gekleideter Tourist und einmal als “arabischer” Tourist. Zwei mal gleicher Ort, Zwei mal gleiche Aktionen ABER zwei mal unterschiedliche Reaktionen von den Repressionsorganen. Wirklich sehr guter Clip!

PS: Vielen Dank an Annalist deren Blog ich auch nur wärmsten empfehlen kann!

Frohe Weihnachten

Meine lieben Leser_Innen,

ich wünsche euch und euren Familien ein friedliches, geruhsames und schönes Weihnachtsfest. Genießt die ruhige Zeit und lasst die Sorgen und Probleme einfach mal sacken. Gerade zu Weihnachten ist Zeit, sich einfach einmal auf das Sofa zu legen, durchzuatmen und ein gutes Buch zu lesen.
Euch also eine frohe Weihnacht!

Live Mesh nicht mehr Live Mesh

Da hatte sich Windows mal was richtig tolles einfallen lassen und jetzt schaffen sie es mit ihrem Essential 2011 wieder ab. Windows Live Mesh war ein wirklich super Service, bei dem man seine Daten nur in einem Ordner ablegen konnte und dann wurden diese Daten auf einen Windows-eigenen Server gespiegelt und konnten von jedem anderen Computer auf dieser Welt abgerufen werden. Auf meinen eigenen Computern, auf denen ich die Software auch installiert hatte, wurden die Daten automatisch heruntergeladen bzw. synchronisiert. Dies war für mich als Student gerade gut, weil ich einfach nur die Daten wie bspw. eine Powerpoint Präsentation in einen Ordner speichern konnte und diese dann ziemlich schnell auf meinen Uniaccount bzw. auf jeden Computer herunterladen konnte. Ein, wie schon gesagt, ziemlich cooler und intelligenter Service, den ich seit 2008 sehr gerne in Anspruch genommen habe.

Doch nun ist alles anders. Windows hat seine neue Essential Tool Sammlung herausgebracht, wo zwar noch Windows Live Mesh vorhanden ist, aber in voll und deutlich zum Nachteil für den Nutzer geänderter Form. So ist Live Mesh in der Version 2011 nicht mehr über die normale Internetadresse www.mesh.com zu erreichen, sondern muss jetzt sehr umständlich über http://devices.live.com aufgerufen werden und dann muss man sich auch noch durch das Menü klicken um den synchronisierten Ordner zu finden. Zweiter Nachteil, man sieht in der Onlineversion nicht mehr welche Datei man als letztes hoch geladen hat und welche, wann aktualisiert wurde, was man bei Live Mesh alt noch ziemlich gut am linken Seitenrand sehen konnte, wo man dann nur noch auf den Dateinamen klicken musste um die entsprechende Datei dann auch herunterzuladen. Dies alles wurde abgeschafft mit der Intention mit Windows Live eine eigenständige Plattform zu schaffen, wo man E-Mail (Hotmail), Messenger (Windows Live Messenger), Cloud-Speicher (SkyDrive) und Synchronisation (Live Mesh) zusammen hat. Eigentlich eine gute Idee, wenn dabei nicht die Benutzerführung drunter gelitten hätte. Ich nutze ja auch noch SkyDrive, aber jetzt kann ich kaum noch unterscheiden, welche Dateien ich bei SkyDrive und welche bei Live Mesh sind usw. .

Nein allem in allem ist es ein ziemlicher Rückschritt für Leute, die oft Live Mesh benutzt haben und vor allem den Online Service zu schätzen wussten. Ich werde mich über kurz oder lang, sollte es nicht gute Verbesserungen für Live Mesh geben, zu einer Alternative umorientieren. Kennt da jemand was?