A Photo every Day

Eigentlich schreibe ich hier ja vor allem über Politik, meiner großen Leidenschaft. Jedoch möchte ich heute einmal meiner zweit größten Leidenschaft in diesem Blog ein wenig Raum widmen.  Vor kurzem habe ich auf kwerfeldein einen tollen Fotographen kennengelernt, der auf seinem Blog jeden Tag ein Foto veröffentlicht.

Sein Name ist Markus Schwarze und er macht jeden Tag ein gutes Foto und stellt es auf seinen Blog online. Zurzeit arbeitet er an einer Portraitserie, bei der er jeden Tag in Hamburg auf die Straße geht, Menschen anspricht und von ihnen dann ein Portrait anfertigt. Die Bilder, die dann daraus entstehen sind voller Farben und Details und sagen sehr viel über diese Menschen aus. Vor allem der Kontrast zwischen Objekt und Hintergrund ist, wie ich finde sehr gelungen. Dazu schreibt Markus unter seine Bilder, wie sie entstanden sind und was für Geschichten sich hinter dem Bild verstecken. Schaut man ins Archiv, so findet man noch weitere Bilder, die wie wahre Schätze wirken. Auffällig ist, dass er fast nur im Querformat fotografiert.

Konstatiert kann ich euch den Fotoblog von Markus nur empfehlen. Wer jeden Tag ein schönes Foto sehen möchte, der sollte seinen Blog besuchen.

PS: Am 3. März gibt es einen Eintrag aus Hannover von der weltgrößten Computer- und Technologiemesse der Welt, CeBit!

Welche der besten 100 Filme habe ich gesehen?

Da nun seit vorgestern dieses Stöckchen durch die Gegend fliegt, habe ich es heute aufgefangen und mache es nun Moritz vom Sockenblog und der Autorenkcrew von et-jeht-so gleich und stelle hier mal vor, welche Mainstream Filme auch ich mir angeguckt habe (die Filme, die ich gesehen habe sind fett markiert. In den Klammern steht, auf welchem Medium ich den Film zum ersten Mal gesehen habe):

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora 2009 James Cameron
002. Titanic 1997 James Cameron (VHS)
003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs 2003 Peter Jackson
004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 2006 Gore Verbinski
005. The Dark Knight 2008 Christopher Nolan
006. Harry Potter und der Stein der Weisen 2001 Chris Columbus
007. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt 2007 Gore Verbinski
008. Harry Potter und der Orden des Phönix 2007 David Yates
009. Harry Potter und der Halbblutprinz 2009 David Yates
010. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme 2002 Peter Jackson
011. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung 1999 George Lucas (Kino)
012. Shrek 2 2004 Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
013. Jurassic Park – 1993 Steven Spielberg
014. Harry Potter und der Feuerkelch 2005 Mike Newell
015. Spider-Man 3 2007 Sam Raimi
016. Ice Age 3 2009 Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
017. Harry Potter und die Kammer des Schreckens 2002 Chris Columbus
018. Der Herr der Ringe – Die Gefährten 2001 Peter Jackson
019. Findet Nemo 2003 Andrew Stanton
020. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith 2005 George Lucas (Kino)
021. Transformers – Die Rache 2009 Michael Ba
022. Spider-Man 2002 Sam Raimi
023. Independence Day 1996 Roland Emmerich (TV)
024. Shrek der Dritte 2007 Chris Miller
025. Krieg der Sterne 1977 George Lucas (TV)
026. Harry Potter und der Gefangene von Askaban 2004 Alfonso Cuaron
027. E.T. – Der Außerirdische 1982 Steven Spielberg (TV)
028. Der König der Löwen 1994 Roger Allers, Rob Minkoff (Kino)
029. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels 2008 Steven Spielberg
030. Spider-Man 2 20204 Sam Raimi
031. 2012 2009 Roland Emmerich (Kino)
032. The Da Vinci Code – Sakrileg 2006 Ron Howard
033. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia 2005 Andrew Adamson
034. Matrix Reloaded 2003 Andy & Larry Wachowski (Kino)
035. Oben 2009 Pete Docter, Bob Peterson
036. Transformers 2007 Michael Bay
037. New Moon – Biss zur Mittagsstunde 2009 Chris Weitz
038. Forrest Gump 1994 Robert Zemeckis (TV)
039. The Sixth Sense 1999 M. Night Shyamalan
040. Fluch der Karibik 2003 Gore Verbinski (Kino)
041. Ice Age 2 2006 Carlos Saldanha
042. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger 2002 George Lucas (Kino)
043. Kung Fu Panda 2008 Mark Osborne, John Stevenson
044. Die Unglaublichen 2004 Brad Bird
045. Hancock 2008 Peter Berg
046. Ratatouille 2007 Brad Bird
047. Vergessene Welt – Jurassic Park 1997 Steven Spielberg
048. Die Passion Christi 2004 Mel Gibson
049. Mamma Mia! 2008 Phyllida Lloyd (DVD)
050. Madagascar 2 – 2008 Eric Danell, Tom McGrath
051. 007 – Casino Royale 2006 Martin Campbell (Kino)
052. Krieg der Welten 2005 Steven Spielberg
053. Men in Black 1997 Barry Sonnenfeld (TV)
054. 007 – Ein Quantum Trost 2008 Marc Forster (Kino)
055. I Am Legend 2007 Francis Lawrence
056. Iron Man 2008 Jon Favreau
057. Nachts im Museum 2006 Shawn Levy
058. Mission: Impossible 2 2000 John Woo
059. Armageddon 1998 Michael Bay
060. King Kong 2005 Peter Jackson
061. The Day After Tomorrow 2004 Roland Emmerich (Kino)
062. Das Imperium schlägt zurück 1980 Irvin Kershner (TV)
063. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf 2008 Andrew Stanton
064. Kevin – Allein zu Haus 1990 Chris Columbus (TV)
065. Madagascar – 2005 Eric Darnell, Tom McGrath
066. Die Monster AG 2001 Pete Docter
067. Die Simpsons 2007 David Silverman (Kino)
068. Terminator 2 – Tag der Abrechung 1991 James Cameron
069. Ghost – Nachricht von Sam 1990 Jerry Zucker
070. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich 2004 Jay Roach (TV)
071. Aladdin 1992 John Musker, Ron Clements
072. Troja 2004 Wolfgang Petersen
073. Twister – 1996 Jan De Bont
074. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug 1989 Steven Spielberg
075. Illuminati 2009 Ron Howard
076. Toy Story 2 1999 John Lasseter (KIno)
077. Bruce Allmächtig 2003 Tom Shadyac (Kino)
078. Shrek – Der tollkühne Held 2001 Andrew Adamson, Vicky Jenson
079. Der Soldat James Ryan 1998 Steven Spielberg (DVD)
080. Mr. & Mrs. Smith 2005 Doug Liman (Kino)

081. Die Rückkehr der Jedi-Ritter 1983 Richard Marquand (TV)
082. Charlie und die Schokoladenfabrik 2005 Tim Burton
083. Gladiator 2000 Ridley Scott (DVD)
084. Der weiße Hai – 1975 Steven Spielberg
085. Hangover 2009 Todd Phillips
086. Mission: Impossible 1996 Brian De Palma
087. Pretty Woman 1990 Garry Marshall (TV)
088. Cars 2006 John Lasseter
089. Matrix 1999 Andy & Larry Wachowski
090. X-Men – Der letzte Widerstand 2006 Brett Ratner
091. Das Vermächtnis des geheimen Buches 2007 Jon Turteltaub
092. Last Samurai 2003 Edward Zwick
093. Tarzan 1999 Kevin Lima, Chris Buck (Kino)
094. 300 2007 Zack Snyder
095. Ocean’s Eleven 2001 Steven Soderbergh
096. Pearl Harbor – 2001 Micheal Bay (Kino)
097. Men in Black II 2002 Barry Sonnenfeld (TV)
098. Sherlock Holmes 2009 Guy Ritchie
099. Das Bourne Ultimatum 2007 Paul Greengrass (DVD)
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen 1993 Chris Columbus

Insgesamt 31 Filme habe ich von den selbsternannten TOP 100 Filmen gesehen, was wohl weniger als 1/3 entspricht. Am meisten haben mich wohl die Star Wars Filme rausgerissen, die ich irgendwann mal alle gesehen habe.Aber mit den Leuten von et-jeht-so, wo buzze fast die 100 voll gekriegt hat, einfach nicht mithalten. Aber vielleicht sollten wir es das nächste Mal mit Büchern machen…

Denk ich an Deutschland in der Nacht

Es gibt die Bücherempfehlung #2 auf Lahnblog.de! Nachdem ich euch letztes Mal das neue Buch von Jutta Ditfurth, mit dem Titel “Zeit des Zorns” ans Herz gelegt habe, möchte ich euch nun ein relativ altes Buch empfehlen. Sein Titel wurde im WM-Sommer 2006 für eine Welle des deutschen Nationalismus und Patriotismus umgedichtet und missbraucht. Und gerade deshalb ist dieses Buch so aktuell wie noch nie, wenn man in Anbetracht der Fußball-WM in Südafrika dieses Jahr eine weitere Welle nationaler Gefühlausschüttung erwarten kann.

In dem Buch “Deutschland – Ein Wintermärchen” rechnet der Autor Heinrich Heine mit seinem “Vaterland” Deutschland ab. Der im Jahr 1844 geschriebene Gedichtsband strotzt nur so vor antinationaler Poetik und ist somit jedem geneigtem Inter- (oder Anti-)nationalen Leser zu empfehlen. Eine Textzeile sei mir gestattet zu zitieren:

Zu Aachen, auf dem Posthausschild,
Sah ich den Vogel wieder,
Der mir so tief verhasst! Voll Gift
Schaute er auf mich nieder.

Du hässlicher Vogel, wirst du einst
Mir in die Hände fallen,
So rupfe ich dir die Federn aus
Und hacke dir ab die Krallen

Du sollst mir dann, in luft’gen Höh,
Auf einer Stange sitzen,
Und ich rufe zum lustigen Schießen herbei
Die rheinischen Vogelschützen.

Wer mir den Vogel herunterschießt
Mit Zepter und mit Krone belehn ich
Den wackern Mann! Wir blasen Tusch
Und rufen: “Es lebe der König"!”

                                                                Heinrich Heine

Heine schreibt leicht und locker und man merkt ihm die Wut an, die nur jemand schreiben kann, wenn er fern der Heimat in einem Exil sitzt. “Wenn Lächerlichkeit töten würde, gäbe es seit Heine keine preußischen Tyrannen mehr!” schreibt genau 100 Jahre später,  Hermann Kesten im Jahr 1944 aus dem New Yorker Exil! Heine tötet und will auch verbal töten. Heute, mehr als 166 Jahre danach, ist “Deutschland – Ein Sommermärchen!” Weltliteratur und es gehört für jeden sogenannten Linken zu Standartlektüre! Zu kaufen gibt es das Buch in jedem Buchladen für 2,10€ im Reclam-Verlag

Erster Satz: “ Im traurigen Monat November war’s”

Letzter Satz: “Zu solcher Hölle verdammen!”

Die Utopie der Utopie mit Habermas

Heute Morgen um 8.30 Uhr hatte ich ein Seminar zur “politischen Theorie und Ideengeschichte”. Thema der heutigen Sitzung war Jürgen Habermas und seine Demokratietheorie. Das “Deliberatives Model” beinhaltet, ganz kurz gefasst, die Forderung, dass alle Menschen an der politischen Willensbildung teilhaben müssen. Die Bevölkerung (und Habermas geht hier auch von der Weltgemeinschaft aus) müsse sich in politischen und gesellschaftlichen Fragen auf einen Konsens (ja und nicht Kompromiss) einigen, bevor sie anfangen zu handeln. Ich finde die ganze Theorie ist an sich dem Contract Social von Rousseau sehr angelehnt, wo es jedoch keine wirkliche Konsensfindung gibt sondern vor allem eine Leitidee.

Nun gab es nach dem Referat eine Diskussion, die sich vor allem darum drehte, in wie fern, diese Theorie umsetzbar ist. Der ganze Kurs außer mir (und das sind alles Lehrämter) sprach Habermas jegliche Ernsthaftigkeit ab. Natürlich ist es unmöglich, allein in Deutschland 80 Millionen Menschen an einen Tisch zu bringen und vor allem auf eine Linie. Die Idee, die dann von meinem Referatsleiter eingebracht wurde, dass man die Leute ja delegieren könnte und meinen Zusatz, dass dies ja mit dem imperativen Mandat und einer Rätehirachie gehen könnte, wurden zurückgewiesen. Die Argumente gegen ihn fingen bei dem Vorwurf an, dass die Theorie von Habermas nicht Effektiv und sogar teilweise Illegitim sei und endeten darin, dass diese nicht umsetzbar und eine Utopie ist.

Und genau das ist es, was mich in Blick auf die Zukunft, vor allem der Schulzeit meiner Kinder, graut. Wenn Lehrer_Innen keinen Glauben in Utopien und politische Ideen mehr haben, wie sollen sie dann unsere, vor 200 Jahrhunderten total utopische, Demokratie verteidigen? Ich verzweifele an Menschen, die für keine Ideale und für keine Utopien mehr stehen. Ich verabscheue Menschen, die keinen Traum träumen, von einer freieren, besseren und gerechteren Welt. Oscar Wild sagte einmal


"Fortschritt ist nur die Verwirklichung von Utopien.”

Utopien bedeuten Zukunft, Wohlstand und Glück. Sie schaffen neue Maschinen, neue Ansichten und vor allem ein neues Denken. Als ich das letzte Mal mit einer französischen Freundin gechattet habe, da haben wir auch gesagt: “Wer hätte das im Jahr 1925 gedacht?”. War es nicht auch eine Utopie, dass die Länder Frankreich und Deutschland sich nicht mehr bekriegen sondern friedlich und freundschaftlich nebeneinander existieren? Und jedem dem man zur selben Zeit erklärt hätte, was chatten, was Computer ist oder wie die heutige Kommunikation aussieht, hätte es zu Utopie erklärt!

Utopien sind wichtig und kostbar. Utopien bringen uns voran und sie machen aus uns moderne Menschen. Wer an keine Utopien mehr glaubt, der glaubt auch nicht mehr an den Fortschritt und an sich selbst. Er hat aufgegeben für etwas zu kämpfen, an etwas zu glauben. Er sieht sich am Ende der Geschichte angekommen, was sehr gefährlich ist. Es gibt kein Ende der Geschichte!

Abgeschaut #1

Ich habe heute in der jungen Welt eine tolle Geschichte gefunden, die ich hier einfach dokumentieren muss. Geschrieben hat diese wunderbare Parabel auf den Kapitalismus der britische Mathematiker und Philosoph Bertrand Russell. Er erklärt darin, sehr lustig und intelligent und einfach, wie Kapitalismus funktioniert, fragt aber auch, warum er noch immer von allen praktiziert wird. Unbedingt lesen:

Nehmen wir an, dass gegenwärtig eine bestimmte Anzahl von Menschen mit der Herstellung von Nadeln beschäftigt ist. Sie machen so viele Nadeln, wie die Weltbevölkerung braucht, und arbeiten acht Stunden täglich.
Nun macht jemand eine Erfindung, die es ermöglicht, dass dieselbe Anzahl von Menschen doppelt so viele Nadeln herstellen kann.

Aber die Menschheit braucht nicht doppelt so viele Nadeln. Sie sind bereits so billig, daß kaum eine zusätzliche verkauft würde, wenn sie noch billiger würden.
In einer vernünftigen Welt würde jeder, der mit der Herstellung von Nadeln beschäftigt ist, jetzt eben vier statt acht Stunden täglich arbeiten, und alles ginge weiter wie zuvor. Aber in unserer realen Welt betrachtet man so etwas als demoralisierend. Die Nadelarbeiter arbeiten immer noch acht Stunden, es gibt zu viele Nadeln. Einige Nadelfabrikanten machen bankrott, und die Hälfte der Leute verliert ihren Arbeitsplatz. Es gibt jetzt, genau betrachtet, genauso viel Freizeit wie bei halber Arbeitszeit; denn jetzt hat die Hälfte der Leute überhaupt nichts mehr zu tun, und die andere überarbeitet sich.

Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die unvermeidliche Freizeit Elend hervorruft, statt daß sie eine Quelle des Wohlbefindens werden kann. Kann man sich noch etwas Irrsinnigeres vorstellen?

Bücher: Zeit des Zorns

Ab sofort stelle ich hier ab und an Bücher vor, die ich gerade lese oder schon gelesen habe und euch empfehlen kann. Heute möchte ich euch als Premiere das neue Buch von Jutta Ditfurth vorstellen, dass den Namen “Zeit des Zorns – Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft” trägt und dieses Jahr im DROEMER Verlag erschienen ist. [singlepic id=31 w=320 h=240 float=left]

AutorIn: Jutta Ditfurth ist eine Diplomsoziologin aus Frankfurt am Main und war Mitbegründerin der Partei DIE GRÜNEN. Sie war deren Bundesvorsitzende von 1984 bis 1988 und trat 1991, aus Protest gegen die Neuausrichtung der Partei aus. Im selben Jahr gründete sie die Ökologische Linke und war seitdem in der außerparlamentarischen Bewegung aktiv. Von 2001 bis 2008 war sie Stadtverordnete der ÖkoLinX-Antirassistische Linke im Frankfurter Stadtparlament. In den letzten zwei Jahren erschienen von ihr eine Biographie über Ulrike Meinhof sowie das Buch “Rudi und Ulrike – Geschichte einer Freundschaft”

Worum gehts? Die Wissenschaft würde dieses Buch als “vulgär Marxistisch” bezeichnen, das Jutta Ditfurth desöfteren Sätze aus Werken von Karl Marx, Friedrich Engels oder auch Lenin zitiert. Das dies aber auch kein wissenschaftliches Buch sondern eine Streits chrift sein soll, die die Fehler der kapitalistischen Akkumulation benennt und Beispiele bringt, sieht man schon auf dem Cover. In diesem Buch geht um den derzeitigen politischen wie ökonomischen und ökologischen Zustand Deutschlands, Europas und der Welt. Es geht um die Ausbeutung der sogenannten Dritten Welt, um US-Hegemonie und Imperialismus, über Rot-Grün und die Sackgasse Linkspartei, über die Schaffung des Überwachungsstaat und um die Ökonomische wie Ökologische Krise, analysiert und interpretiert aus der marxistischen Sicht von Jutta Ditfurth.

Erster Satz: “Auf dem Weg zu einem Rockkonzert steigt der Mann in den Bus Richtung Taunus”.

Letzter Satz: Das soll Marx beantworten: “Die Weltgeschichte wäre allerdings sehr bequem zu machen, wenn der Kampf nur unter Bedingung unfehlbar günstiger Chancen aufgenommen werden würde.”

Lahnblog-Urteil: Dieses Buch ist eine Streitschrift die mit sehr viel Wut im Bauch geschrieben wurde. Selten habe ich ein solches Buch in der Hand gehabt, was so ansteckend ist. Ditfurth schreibt auf, was andere nur denken und sich nie getraut hätten zu schreiben. Sie stellt sich gegen die kapitalistische Globalisierung, die sie leninistisch als Imperialismus entlarvt. Sie ist gegen die neoliberale Krisenbeschuldigung der Bänker und zeigt auf, dass eine kapitalistische Produktion immer auf Überakkumulation und damit zu Krisen führt. Ein wunderbares Buch, was wütend und zornig macht! Nur zu empfehlen!

Les Rebelles sont la

Die Rebellen sind zurück und das wieder mit einer ordentlichen Show, aus der man nur total durchgeschwitzt herauskommt. Ich weiß nicht wie sie es schaffen aber bei ihrer Musik und ihrer Show, kann niemand still herumstehen.

Ma Voix! Gestern war ich auf dem letzten Konzert der “Zeit ist Geld”-Tour von Irie Revoltes in Heidelberg. Das Konzert fand im Kastorbahnhof mitten in der Allstadt statt und leider war der Andrang so groß, dass man uns gleich bei unserer Ankunft sagte, dass das Konzert ausverkauft ist und wir wohl nicht reinkommen würden. Nach einiger Zeit und ein paar Tricks hatten wir es aber dann doch noch geschafft, auch wenn wir den Auftritt des Hamburger Rappers “Chaoze One”, denn ich auch schon in Hamburg St.Pauli gesehen habe verpasst. Naja aber wir waren so froh im Saal zu sein, dass dies nur nebensächlich war.

Continue reading

Auf verlorenem Posten

“Wir sind nicht hoffnungslose Idioten der Geschichte, die unfähig sind ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen” sagte Rudi Dutschke 1967 im Interview mit dem Journalisten Günter Gaus.Der slowenische Philoshop Slavoj Zizek greift dies in seinem neuen Buch “Auf verlorenem Posten” auf, kritisiert die Polemik gegen die Manager und versucht zu erklären, dass die derzeitige Krise eine natürliches Produkt des Kapitalismus ist. Die Suche nach den Schuldigen wurde so einfach wie möglich gestaltet und dabei die gierigen Manager gefunden, dabei hätten diese, so Zizek nur die Spielregeln des Kapitalismus voll ausgereizt. Für alle, die jetzt mehr wissen wollen, denen kann ich nur den Beitrag der Sendung “Kulturzeit” oder das Buch selbst ans Herz legen1