09 Sep

Das starke Immunsystem

Das Immunsystem:

Das biologische Abwehrsystem, über das alle höherer Lebewesen verfügen, wird Immunsystem genannt. Es schützt vor Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger. Dringen in den Körper Kleinstorganismen oder Fremdstoffe ein, schaden fehlerhafte körpereigene Zellen, so werden sie beseitigt. Die Immunreaktion wird als Netzwerk aus Organen, Zelltypen und Moleküle beschrieben, dessen Aufgabe die Verhinderung von Krankheiten oder die Wiederherstellung der Gesundheit ist.

Körperliche Bedrohungen durch Krankheitserreger wie multiresistente Bakterien, Viren, ein- und mehrzellige Parasiten und Pilze werden bekämpft.

Das Immunsystem besteht aus einer unspezifischen Abwehr und einer spezifischen. Die Erstere besteht aus einer äußeren Schutzfunktion, die physikalische und chemische Barrieren bildet, deren Aufgabe es ist Keime und schädliche Substanzen abzuhalten, damit sie nicht schaden.

Die Haut ist eine solche Schutzbarriere, der Füssigkeitsfilm der Augen, der Urinfluss, der die Harnleiter reinigt u.a..

Die innere unspezifische Abwehr hat die Aufgabe jene Erreger und Fremdstoffe zu bekämpfen, die die äußeren Schutzfunktionen durchbrechen konnten. Substanzen gegen diese Gefahren sind Interferone, Freßzellen (Phagozyten) und Killerzellen.
Die spezifische Abwehr greift gezielt bestimmte Krankheitserreger und fremdes Gewebe an.

Die Abwehr besteht vor allem aus B- und T-Lyphozyten, die die eingedrungenen Erreger und Fremdstoffe direkt angreifen und abtöten. Daneben werden Antikörper und Makrophagen (Freßzellen) eingesetzt.
B und T-Lyphozyten sind weiße Blutkörperchen, die auf einen bestimmten Reiz reagieren und dann eine Abwehrreaktion ausführen.

Antikörper sind Immunglobuline aus Protein, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe (Antigene) vom Körper gebildet werden.

Makrophagen beseitigen die Gesundheit gefährdenden Mikroorganismen, in dem sie sie fressen.

Die Stärkung des Systems nach einer Infektion

Die spezifische Abwehr macht es möglich, dass sich das System bestimmte Keime merkt. Das ist die Grundlage, warum Impfungen wirken. Impfungen spielen dem System eine Infektion mit einem bestimmten Keim vor und der Körper bildet Abwehrstoffe. Entsteht nun eine richtige Infektion mit Keimen gegen die geimpft wurde, reagiert der Körper, in dem er Abwehrstoffe bildet, die gegen die Keime gerichtet sind und diese abtötet.
Bei bestimmten Infektionen wie etwa Tetanus muss öfters geimpft werden, weil der Körper nur wenige Abwehrstoffe bei einer Impfung bildet. Gegen Grippe reicht dagegen eine Impfung aus.

Multiresistenten Bakterien

Bakterien und Vira

Bakterien und Vira

Einige der gefährlichsten Widersacher der menschlichen Gesundheit sind die multiresistenten Keime. Sie sind eine Herausforderung für die körperliche Abwehr.
Allgemein werden Keime in harmlose und krank machende Erreger eingeteilt. Harmlos sind die Erreger, die auf der Haut, in den Schleimhäuten und im Darm siedeln.

Krank machende Erreger gelangen z.B. durch Wunden in den Körper und lassen eine Infektion entstehen. Die Abwehr bekämpft sie und ist in der Regel siegreich. Die Art der Keime und die Stärke des Abwehrsystems bestimmen wie stark die Krankheit ist. Bakterielle Medikamente, vor allem Antibiotika, werden benötigt, wenn das Abwehrsystem die Infektion nicht alleine besiegen kann.

Gefährlich sind multiresistente Erreger. Gegen sie ist ein Großteil der Antibiotika wie Penicillin wirkungslos oder in der Wirkung eingeschränkt.

Multiresistente Erreger sind jene, die Widerstandsfähigkeiten gegen Medikamente entwickelt haben. Das geschieht oft durch evolutionäre Mechanismen. Keime, die sich am besten gegen die Medikamente durchsetzen können, überleben und vermehren sich weiter.

Vorgehen gegen multiresistente Keime

Die medizinische Forschung erfasst seit Jahren das Auftreten der multiresistenten Erreger. Dadurch wurden die häufigsten Erreger identifiziert und es ist auch bekannt, welche Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Mit diesem Wissen können gezielte Gegenmaßnahme entwickelt werden. Das sind meistens neuartige Therapeutika mit neuen Wirkmechanismen.

Penicillin wirkt gegen Erreger

Penicillin ist ein Antibiotika, das gegen viele Erreger hilft. Es ist eine Substanz, die aus dem organischen Elementen 6-Aminopenicillansäure entsteht. Es gibt Penicillin als natürliches Vorkommen, aber auch synthetische. Natürliches wird aus Aspergillus-, Trichophyton- und Streptomyces-Arten gewonnen.

Das älteste Penicillin ist Penicillin G, das zur Rettung vieler Menschenleben führte. Auch heute noch, trotz viele multiresistenter Keime, ist Penicillin ein erfolgreich eingesetztes Antibiotika.

Eingeordnet wird das Antibiotika in die Gruppe der β-Lactam-Antibiotika. In der organischen Chemie wird es mit der Summenformel R-C9H11N2O4S beschrieben.

Der Abwehrmechansimus des Penicillin

Beim Neuaufbau der Zellwände einer Bakterie, greift das Medikament in die Synthese der Zellwand ein. Es verhindert die innere Vernetzung und schwächt so die Zellwand. Bei Belastung platzt sie dann. Besonders anfällig gegen Penicillin sind grampositive Erreger, die sterben, wenn sie sich teilen.

Aufgebaut ist das Antibiotika aus 6-Aminopenicillansäure. Es ist ein bicyclische Dipeptid aus L-Cystein und L-Valin. Im geöffneten Zustand wird der Beta-Lactam-Ring von dem Enzym D-Alanin-Transpeptidase gebunden. Es ist für die Quervernetzung von Peptidoglykane in den bakteriellen Zellwänden grampositiver Erreger zuständig. Das Enzym wird von Erregern, die sich teilen wollen, gebraucht. Die starre Zellwand öffnet sich und muss teilweise neu synthetisiert werden. Das D-Alanin-Transpeptidase verbindet sich unumkehrbar und eine Zellwand kann nicht mehr synthetisiert werden. Das grampositive Keim verliert seine Schutzhülle.

Vitamine stärken die körpereigene Abwehr

Eine weitere Möglichkeit die körpereigenen Abwehr zu unterstützen, bieten Vitamine. Sie sind in viele verschiedenen chemischen Vorgängen im Körper einbezogen. Sie sind deshalb für eine starke Immunantwort sehr wichtig.

Vitamine, die gut für die Immunantwort sind, sind Vitamin A, C,D und E.
C hilft als ein starkes Antioxidans. Mit Vitamin E kann das Erkältungsrisiko gesenkt werden.

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