Bücher, Bücher, Bücher #2

Endlich habe ich zwei von drei Hausarbeiten fertig gestellt und kann endlich einmal aufatmen und mich den schönen Dingen des Lebens witmen und die Bücher lesen, die ich auch wirklich lesen möchte. Anders als in den letzten Semesterferien habe mich mir diesmal nicht ganze vier Bücher vorgenommen, sondern nur noch zwei, wovon ich schon eines zu Hälfte durchgelesen habe. Zwar hatte ich im Laufe meines 2.Semesters alle Bücher, die ich mir vorgenommen hatte gelesen, jedoch nicht in diesem einem Monat meiner Semesterferien. Also diesmal nur zwei Bücher und die möchte ich hier vorstellen:

Slavoj Źiźek – Auf verlorenem Posten

Das Buch des slovenischen Philosophen habe ich, wie oben beschrieben, schon zu Hälfte Das Cover des Buches "auf verlorenem Posten"durchgelesen und bin mehr als begeistert. Źiźek schreibt wie manch einer eine Rede halten würde und dies mit einer Logik und einem Scharfsinn, wie ich es bisher nur ganz selten erlebt habe. Zusammen mit Psyschoanalyse und sozialwissenschaftlichen Methoden, sowie dem neuen Buch von Naomi Klein, analysiert er die aktuelle Krise als einen neuen weltweiten Schock, den der Neoliberalismus nutzt, um seine Dogmatismen der Privatisierung, Liberalisierung und Deregulierung weiter vorranzutreiben. Bisher ist es ein wirklich sehr schlaues Buch, was zwar voll Fremdwörter strotz, aber dennoch relativ schnell und einfach gelesen werden kann.
Slavoj Źiźek ist einer der neuen Marxisten, die es international derzeit in die Feuilletons schaffen und ihre kritische Meinung zu den allgemeinen kapitalistischen Zuständen äußern dürfen. Neben Alain Badiou und Antonio Negri ist Slavoj Źiźek einer der derzeit bedeutesten Postmarxisten, die man gelesen haben muss. Ich lese ihn gerade und wenn ich fertig bin, dann gibt es einen neuen Beitrag meiner Bücherempfehlungsreihe.

Antonio Negri – Empire, Die neue Weltordnung

Er ist der Klassiker unter den postoperaistischen Autoren und eigentlich ein Werk, das ein Linker, nach dem Kapital von Karl Marx gelesen haben muss. Dies ist auch ein Grund, weshalb er nun auf meiner Liste für die Semesterferien steht. Die FAZ schreibt über das Buch, das der erste Band einer dreitteiligen Serie ist: “Die Autoren wollen nichts weniger als Marx’ Erzählung der Weltgeschichte fortsetzen und auf den neusten Stand bringen”. Slavoj Źiźek nennt es das Kommunistische Manifest des 21.Jahrhunderts. Ich bin gespannt…

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Bücher, Bücher, Bücher

„Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.”
                                                                                                    Herman Hesse

Die Semesterferien haben nun auch für mich begonnen und Ferienzeit heißt Bücherzeit. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen Lenin zu lesen, nun aber werden es drei andere Bücher sein, die ich versuchen werde in dem einen Monat, der mir noch bleibt, zu lesen.

Rudi Dutschke – Versuch, Lenin auf die Füße zu stellen

Dieses Buch ist die Dissertation des Studentenführers Rudi Dutschke dort drin den sowjetischen Weg zum Sozialismus analysiert und kritisiert. Er zerpflückt die leninistische Politik als eine “Vergewaltigung der asiatischen und bäuerlichen Wirklichkeit Rußlands” und weißt der Linken einen “Hang zur Glorifizierung autoritärer Modelle” nach. Mit den neomarxistischen Theorien von Georg Lukás versucht Dutschke gleichzeitig eine Perspektive, eine von ihm benannten “aufrechten Gang”, weg vom sozialistischen Weg, hin zu einer freiheitlichen sozialistischen Gesellschaft, aufzuzeigen.  Ich jage diesem Buch schon seit einer Ewigkeit hinterher, da es leider nicht mehr gedruckt und auch nicht mehr auf dem freien Markt zu bekommen ist. Ich habe zu meiner Erquickung ein Exemplar in der Universitätsbibliothek Marburg gefunden und ausgeliehen und muss demnach dieses Buch unbedingt durcharbeiten. Auf jeden Fall freue ich mich!

Der Staat der Bürgerlichen Gesellschaft – Zum Staatsverständnis von Karl Marx

In diesem Sammelband zum Thema des marxistischen Staatsverständnisses schreiben viele gute Autoren über Marx, Marxismus und die Frage des Staates. Da es keine tiefgründige und systematische Analyse des bürgerlichen Staates in den Werken von Karl Marx und Friedrich Engels gibt, ist es für jeden Marxisten die Staatsfrage traditionell eine schwierige. Aufgrund meiner Hausarbeit über Antonio Gramsci und seiner Theorie des integralen Staates, die ich in diesem Semester geschrieben habe, interessiere ich mich aber brennend für die Frage. Ist der Staat wirklich nur der Überbau einer allmächtigen Basis oder besteht er eben doch aus Festungsanlagen und Kasematten? Die Antwort auf diese Frage und noch viele neue Anregungen erhoffe ich mir von diesem Buch.

u.a. Elmar Altvater und Jörg Huffschmid – Krisen Analysen

Als ich dieses Buch im Buchladen “Roter Stern” in Marburg stehen sehen habe, konnte ich nicht einfach daran vorbei gehen. Dieser Sammelband vereint einen Großteil der wichtigsten “linken” Ökonomen, die dort jeweils die derzeitige Weltwirtschaftskrise analysieren. Gerade auf die Analyse von Jörg Huffschmid, der leider am 5. Dezember 2005 verstorben ist und zu den größten aber auch anerkanntesten alternativen Ökonomen gehörte, freue ich mich. Als ich zu meiner Hausarbeit über die Krisen seit Bretton Woods sein Buch “Politische Ökonomie der Finanzmärkte” gelesen habe, war ich hin und weg von seiner analytischen Präzision. Aber auch Elmar Altvater ist jemand, den man eigentlich immer wieder lesen kann. Besonders gespannt bin ich auf die Analyse von Karl Georg Zinn, der unter dem Titel “Krisenerklärung: Drei verlorene  Jahrzehnte” das Thema meiner Hausarbeit aufgreift und das Ende von Bretton Woods zum einem Startpunkt dieser Weltwirtschaftskrise macht.

John Kannankulam – Autoritärer Etatismus im Neoliberalismus – Zur Staatstheorie von Nicos Poulantzas

Dieses Buch liegt bei mir nun schon seit Weihnachten auf dem Nachtschrank und ich habe es auch schon geschafft rund 87 Seiten zu lesen. Es ist bisher genial und vor allem flott geschrieben, so dass es bisher Spaß macht dieses Buch zu lesen. Es ist die Dissertation meines Professors für Politische Ökonomie, John Kannankulam, der dort einen Zusammenhang des Neoliberalismus und der neuen europäischen Sozialdemokratie mithilfe der neomarxistischen Staatstheorie von Nicos Poulantzas nachweist. Ich bin gespannt was mich auf den nächsten 264 Seiten erwartet.

Blogparade: Was lest ihr?

by rot_blog
 
Gerade in der Zeit kurz vor der Bundestagswahl ist mir mal wieder aufgefallen was ich alles für Zeitungen lese. Eigentlich, so mein Fazit gehe ich nur arbeiten um mir Zeitungen, Zeitschriften und Bücher zu kaufen. Deshalb wollte ich sie mal hier vorstellen und euch fragen, was lest ihr so?

Ich habe die ganze Sache mal ein wenig aufgeschlüsselt und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Tageszeitungen:

Bis vor einem Monat kam bei mir jeden Tag die tageszeitung (taz) ins Haus geflattert. 7 Jahre lang hatte ich sie abonniert doch jetzt ist sie mir wirklich zu mainstream geworden. Zuviel Grüne, zu viel blabla und am ende zu wenig wirklich kritische Artikel. Und so bin ich umgestiegen. Ab dem 1.November 2009 bekomme ich in meine neue Wohnung die junge Welt geschickt! Sie ist vielleicht dünner als die taz und wahrscheinlich auch vom Themenspektrum nicht so breit aber dafür ist sie kritisch und immer noch links!

Nachrichtenmagazine

Ja, ich gebe es zu: “ICH BIN SPIEGEL LESER”. Das SPIEGEL-Leser mehr wissen sollen halte ich zwar für ein Gerücht aber das größte Nachrichtenmagazin Deutschlands ist immer noch das beste. Zwar stimme ich mit vielen Artikel nicht überein und gerade in Wahlkampfzeiten merkt man wie die Redakteure ihre Leser in eine bestimmte Richtung lenken möchten aber ich denke der SPIEGEL ist für jeden politisch denkenden Menschen in Deutschland ein Leitmedium. Es setzt Themen und stößt Diskussionen an. Und anders als FOCUS oder STERN ist es wirklich noch ein Nachrichtenmagazin und kein Boulevardmagazin.
Wahrscheinlich werde ich es, sobald ich studiere, nicht mehr am Kiosk kaufen sondern abonnieren. Ist günstiger und bequemer.

Fachmagazine

Früher habe ich davon eine Menge gelesen. So gehörte die CHIP jeden Monat genauso dazu wie die PCPRAXIS. Daneben gab es es noch die INTERNET INTERN. Heute hat sich das ein wenig abgeflaut, weil auch mein Geldbeutel nicht mehr nur für Zeitungen belastet wird. Daher hat es sich auf die CHIP reduziert, die ich meistens ohne CD für 1,99€ kaufe. Daneben hat sich jetzt die CHIP FOTO VIDEO bei mir etabliert, was aber auch dran liegt, dass sich mein Schwerpunkt in der letzten Zeit auf die Fotographie verschoben hat.

Jugendmagazine

Was die Jugendmagazine angeht, so lese ich vor allem den NEON sowie die ZEIT CAMPUS. Beide sind witzig und intelligent geschrieben und sind für mich vor allem gute Unterhaltung. Manche Themen, vor allem im NEON gehen darüber hinaus aber im großen und Ganzen sprechen sind sie nicht wirklich politisch.

Sonstiges

Ansonsten lese ich noch gerne den EULENSPIEGEl, den ich aber aufgrund meines begrenzten Budgets nicht regelmäßig lesen kann. Der EULENSPIEGEL ist für mich das Satiremagazin schlecht hin und ist im Gegensatz zu seinen Konkurrenten TITANIC oder MAD wirklich niveauvoll. Die Karikaturen und Texte sind gut pointiert und vor allem intelligent gemacht.

Bücher

Ja, nebenbei habe ich auch noch Zeit Bücher zu lesen. Meistens lese ich Abends bis spät in die Nacht. Zurzeit liegen auf meinem Nachtschrank die Bücher “DIE SCHOCK-STRATEGIE” von Naomi Klein, “NIE VERGESSEN – SOLIDARITÄT ÜBEN” von Achim Reichardt, “DAS ENDE DES KAPITALISMUS WIE WIR ES KENNEN” von Elmar Altvater sowie “EINE BESSERE WELT IST MÖGLICH” von Franz Alt. Alle Bücher befassen sich mehr oder weniger mit den Auswirkungen des global agierenden Finanzkapitalismus auf die sogenannte 3. Welt. In Anbetracht meines Aufenthaltes in Afrika, ist es für mich immer wieder spannend kapitalismuskritische Literatur zu diesem Thema zu lesen. Fertig gelesen aber auch empfehlen kann ich das Buch “DER VULKAN” von Klaus Mann. ´Für mich persönlich eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe.

So, jetzt seit ihr dran. Ich würde mich freuen, wenn ihr bei meiner Blogparade mitmachen würdet!