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Vertrieben im Steinbach

Und Schwupps ist sie wieder in allen Nachrichtensendungen. Erika Steinbach, die Präsidentin des Bund der Vertriebenen (BdV), hat mit ihrem Vorschlag, auf ihre Nominierung für den Stiftungsrat zu verzichten, wenn dafür bestimmte Forderungen des BdVs erfüllt werden, wieder für Aufregung gesorgt. Nachdem sich Außenminister Westerwelle geweigert hat, der Nominierung Steinbachs zuzustimmen, wird nun seit knapp einem halben Jahr eine Art Schlammschlacht vom BdV veranstaltet. Westerwelle begründet seine Ablehnung mit dem politischen Verhältnis zum Nachbarstaat Polen, dass durch eine Stiftungsrätin Erika Steinbach, die 1990 gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze gestimmt hat, zerrüttet.

Die nun neuen Forderung von Erika Steinbach sind jedoch für Westerwelle genauso wenig annehmbar wie die Nominierung Steinbachs. Diese fordern nämlich nun, dass die Trägerschaft der “Stiftung für Vertreibung und Versöhnung “nicht mehr das Deutsche Historische Museum, und damit eine objektive historische Institution, innehat, sondern das die Stiftung eine eigenständige rechtliche Person wird. Gleichzeitig sollen die Stiftungsratsmitglieder nicht mehr von der Politik bestimmt werden dürfen und der ganze Stiftungsrat soll um 2 Mitglieder auf 5 aufgestockt werden.

Das die Trägerschafts- und Berufungsfrage macht die ganze Geschichte jedoch nicht besser. Dadurch, dass die Trägerschaft dem Deutschen Historischen Museum entzogen werden soll, ist die Stiftung nicht mehr objektiv sondern historisch Subjektiv eine Lobbygruppe der Vertriebenen. Dadurch könnte nach den Befürchtungen, nicht nur aus Polen, die Geschichte revidiert werden und Besitzansprüche von ehemaligen Kriegsverbrechern auf die politische Bühne gebracht werden.

Wer den Bund der Vertriebenen kennt, der weiß das diese Befürchtungen nicht unbegründet sind. In ihm treiben rechtsextreme bis erzkonservative Geschichtsverdreher ihr Unwesen und wer schon mal auf dem “Sudetentag” in Nürnberg war, der weiß, dass dort die Freunde der NPD, DVU und der Republikaner genauso ihre Stände haben wie die Zeitschrift “Landser”. Also alles nebulös und braun und schmutzig, Und ob die Mitgliederzahlen von diesem Vertriebenenverband überhaupt stimmen ist auch noch gar nicht geklärt.

Deshalb von hier aus meine Bitte an Herrn Dr. Westerwelle: “Halt durch Guido!!!”

Wie findet ihr die “Steinbachaffäre”?

Guido...

  • halte durch! (75%, 3 Votes)
  • lass mich in Ruhe! (25%, 1 Votes)
  • sage ja zu Erika! (0%, 0 Votes)

Total Voters: 4

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