“El Pueblo unido, jamás será vencido” riefen die rund 50 Demonstranten, die am letzten Sonnabend versuchten das „Welcome-Hotel“ in Marburg zu stürmen um damit gegen die Honduras Politik der FDP und der Friedrich-Naumann-Stiftung zu protestieren. Diese tagten drinnen zu dem Thema: „Politikberatung in der Entwicklungszusammenarbeit am Beispiel lateinamerikanischer Länder“. Nach mehreren Stürmungsversuchen, die aufgrund des Polizeiaufgebots scheiterten, wurde vor dem Hotel eine Kundgebung durchgeführt. Verschiedene antiimperialistische Gruppen,
u.a. die Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t., die der Interventionistischen Linken angehört, hatten zu diesem Protest aufgerufen. Hintergrund war der Militärputsch in dem lateinamerikanischen Land Honduras, den die Friedrich-Naumann-Stiftung rechtfertigte und als „Sieg der Demokratie“ feierte. Desweiteren arbeitete die Friedrich-Naumann-Stiftung engen mit führenden Unterstützern des Putsches zusammen. Zur jungen Welt sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates der FDP-nahen Karl-Hermann-Flach-Stiftung, Gerold Dieke, dass der Staatsstreich in Honduras, ein „demokratischer Akt war, um einen Verfassungsbrecher abzusetzen“.
Der demokratisch gewählte Präsident Honduras, Manuel Zelaya wurde im Morgen des 28.Juni 2009 von Soldaten aus dem Schlaf gerissen und am selben Tag noch nach Costa Rica verschleppt. Nach massiver Repression gegen die demokratische Bewegung in Honduras, gab es am 29.November 2009 Neuwahlen, in der Porfirio Lobo als Sieger hervorging. Dieser wird jedoch nur von den Ländern Panama, Guatemala, Taiwan sowie der Dominikanischen Republik anerkannt.
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