Live Mesh nicht mehr Live Mesh

Da hatte sich Windows mal was richtig tolles einfallen lassen und jetzt schaffen sie es mit ihrem Essential 2011 wieder ab. Windows Live Mesh war ein wirklich super Service, bei dem man seine Daten nur in einem Ordner ablegen konnte und dann wurden diese Daten auf einen Windows-eigenen Server gespiegelt und konnten von jedem anderen Computer auf dieser Welt abgerufen werden. Auf meinen eigenen Computern, auf denen ich die Software auch installiert hatte, wurden die Daten automatisch heruntergeladen bzw. synchronisiert. Dies war für mich als Student gerade gut, weil ich einfach nur die Daten wie bspw. eine Powerpoint Präsentation in einen Ordner speichern konnte und diese dann ziemlich schnell auf meinen Uniaccount bzw. auf jeden Computer herunterladen konnte. Ein, wie schon gesagt, ziemlich cooler und intelligenter Service, den ich seit 2008 sehr gerne in Anspruch genommen habe.

Doch nun ist alles anders. Windows hat seine neue Essential Tool Sammlung herausgebracht, wo zwar noch Windows Live Mesh vorhanden ist, aber in voll und deutlich zum Nachteil für den Nutzer geänderter Form. So ist Live Mesh in der Version 2011 nicht mehr über die normale Internetadresse www.mesh.com zu erreichen, sondern muss jetzt sehr umständlich über http://devices.live.com aufgerufen werden und dann muss man sich auch noch durch das Menü klicken um den synchronisierten Ordner zu finden. Zweiter Nachteil, man sieht in der Onlineversion nicht mehr welche Datei man als letztes hoch geladen hat und welche, wann aktualisiert wurde, was man bei Live Mesh alt noch ziemlich gut am linken Seitenrand sehen konnte, wo man dann nur noch auf den Dateinamen klicken musste um die entsprechende Datei dann auch herunterzuladen. Dies alles wurde abgeschafft mit der Intention mit Windows Live eine eigenständige Plattform zu schaffen, wo man E-Mail (Hotmail), Messenger (Windows Live Messenger), Cloud-Speicher (SkyDrive) und Synchronisation (Live Mesh) zusammen hat. Eigentlich eine gute Idee, wenn dabei nicht die Benutzerführung drunter gelitten hätte. Ich nutze ja auch noch SkyDrive, aber jetzt kann ich kaum noch unterscheiden, welche Dateien ich bei SkyDrive und welche bei Live Mesh sind usw. .

Nein allem in allem ist es ein ziemlicher Rückschritt für Leute, die oft Live Mesh benutzt haben und vor allem den Online Service zu schätzen wussten. Ich werde mich über kurz oder lang, sollte es nicht gute Verbesserungen für Live Mesh geben, zu einer Alternative umorientieren. Kennt da jemand was?

Ich habs getan!

So, nun habe ich es getan, ich bin umgestiegen. Ich habe mich nach langer Zeit von ihr verabschiedet. Ich habe zu ihr gesagt: “So geht es nicht weiter! Ich mache Schluss, ich gehe!”. So sitze ich nun hier und schreibe meinen ersten Text auf meinem frischen Ubuntu Betriebssystem und bin immer begeisterter, je länger ich es nutze.

Ich habe das neue Ubuntu 10.4 auf mein kleines Samsung-Netbook installiert, da das Hochfahren eine gefühlte halbe Stunde gedauert hat, mein Windows XP immer mehr anfing zu streiken und ich allgemein immer unzufriedener wurde. Mal ging der Grafikkartentreiber nicht mehr, dann streikte der Explorer und zu guter Letzt wollte sich Windows nicht mehr in mein Uninetz einloggen. Da ich die WM-Spiele während meinen Vorlesungen jedoch über einen Livestream auf Rechner schaue, war dies nun der große Grund den Umstieg zu wagen, den ich schon ewig plante, mich jedoch nie traute. Nachdem am Wochenende, mich mein bester Freund Tim besuchte, der Informatik studiert und nebenbei ein riesen Fan von Linux-Distributionen ist, war auch die Absicherung durch einen Experten gegeben und dem Umstieg stand nichts mehr im Wege.

Seitdem ich Politik hier in Marburg studiere, muss für mich ein Rechner mehr oder weniger funktionieren. Ich finde einfach nicht mehr die Zeit, mich ewig lange an einem Rechner aufzuhalten, an ihm rumzubasteln und ewig irgendwelche Programme zu installieren. Das darunter meine Fachkenntnis in´der EDV ein wenig leiden, muss ich dadurch leider in Kauf nehmen (aber Gott sei Dank habe ich ja meinen Blog noch nebenher, wo ich wenigstens noch ein wenig in PHP und MySQL drin bleibe). Und da so ein Rechner nun eben für mich funktionieren muss, habe ich nun mit Ubuntu wohl die beste Wahl getroffen.

Denn in der Distribution ist eigentlich so alles erhalten, was ein normaler Student so brauch. Die Installation lief ohne Probleme. Nach der Formatierung der Festplatte, richtete der Installationsmanager ganz automatisch das Linux neben dem Windows XP ein, so dass ich nun auch immer noch auf meine Daten im Windows zugreifen kann. Nach der Installation, die wirklich fix verlief, bootete ich den Rechner zum ersten Mal und war sehr erstaunt, wie schnell mein Netbook doch sein kann und dabei hat es alles, was der Student von heute braucht. Mit OpenOffice ist eine komplette Office-Suite dabei, mit Firefox ein guter Browser (habe mir dennoch Opera installiert, weil meiner Meinung nach besser) und ein Musikplayer sowie Brenner, Taschenrechner und mehr rahmen das Angebot ein. Und für alle, denen noch was fehlt, für den steht die Synaptic-Paketverwaltung bereit, wo man  wohl alles finden kann, was das Herz begehrt.

Einen Fehler hat das Linux jedoch noch. Im Akkumodus ist mein Bildschirm ziemlich dunkel und ich habe bisher auch noch nicht herausgefunden, wie ich ihn heller machen kann. Zwar schreiben etliche Foren, dass dies am BIOS liegt und man einfach die Einstellung dort auf Manuel umstellen muss. Ich habs gemacht, funktioniert nur leider nicht! Aber mal schaun, vielleicht finde ich ja eine Lösung.

Ansonsten bekommt Ubuntu 10.4 auf meinem Samsung NC 10 eine 1, weil es für Studierende wohl das Beste, Einfachste, Schnellste und vor allem Günstigste ist!