Ich würde heute gerne die Frage diskutieren, was gute Löhne den mit guter Arbeit zu tun haben? Ich glaube die Frage lässt sich indem gut beantworten indem mensch sagt, dass wir seit 1957 in der gesetzlichen Rentenversicherung folgendes Prinzip haben. Die Renten orientieren sich an den Löhnen. Sie sind also gekoppelt. Steigen die Löhne so steigen im nächsten Jahr auch die Renten. Dieses System hat mensch geschaffen, damit die Renten dynamisch bleiben und die Rentner_INNEN auch am Aufschwung partizipieren können. Nun ist aber das Problem, dass in den letzten 10 Jahren der reale Lohn (der Lohn mit Abzug der Inflation, die durchschnittlich bei 2% liegt, dieses Jahr bei 3%) gesunken ist. Da aber die Renten nicht sinken können, das ist gesetzlich festgelegt, hat die Rot-Grüne Bundesregierung sich einen Trick überlegt um die Renten dennoch niedrig zu halten und sie von der Lohnentwicklung abzukoppeln. Man rechnet in die normale Rentenformel noch 3 Faktoren mit ein. Das sind
Riesterfaktor: Dieser Faktor wird dazu benutzt um die Renten in dem Maße abzuschwächen, den die Beitragszahler für ihre private Altersversorge ausgeben. Dabei wird aber nicht der Beitragssatz verringert sondern am Ende die Rente. Die eigentliche Intention dieses Faktors ist es also nicht die Beitragszahler zu entlasten, damit sie privat vorsorgen können sondern um die Unternehmen zu entlasten, denn da die Arbeitnehmer sich immer mehr privat versichern wird es irgendwann (ca. 2030) zu einer Legitimationskrise der Rentenversicherung kommen wobei dort der Anteil des Arbeitgebersatzes zusammengestrichen wird.
Nachhaltigskeitsfaktor: oder auch Dämpfungsfaktor genannt. Er mindert die Rente um den einen Wert, der sich aus dem Quotienten der Rentnern gemessen an der Zahl der Beitragszahler errechnet. Dieser Faktor ist eine Reaktion auf die Angst vor dem demographischen Knall. Da es jedoch nicht auf die Anzahl der Beitragszahler gemessen an den Rentnern ankommt sonder auf den Betrag den der Beitragszahler in die Rentenkasse einbringt ist es nicht wichtig soviel wie möglich Billigjobs zu schaffen, wo Menschen für einen Lohn unter dem Überlebensminimum schuften muss (der niedrigste Tariflohn beträgt in Deutschland 2,73€ die Stunde) sonder wieviel derjenige Verdient und damit wieviel er in die Rentenkasse einzahlen kann. Wenn man der Linken Populismus vorwirft, dann sollten sich die anderen Parteien, vor allem die SPD mal an ihre eigene Nase fassen
Rentenfaktor: Dieser Faktor wird die beiden anderen Faktoren noch unterstützen und tritt erst 2012 in Kraft. Er ist einzig dazu da die Renten zu kürzen.
Was sollte man nun daraus lernen? Es kommt also nicht darauf an wie viele Beitragszahler es gibt sondern wie viel jeder Einzelne einzahlen kann. 3 beitragsflichtige Arbeitnehmer, die 2,73€ verdienen in der Stunde, zahlen demnach ja genauso viel ein wie ein Arbeitnehmer, der den Mindestlohn von 8,40€ bekommt, den die LINKE fordert. Das wichtige ist also der Lohn. Und damit auch der Lohn das wichtigste bleibt, müssen die Dämpfungsfaktoren sofort abgeschafft werden, damit Altersarmut, die vor allem unsere Eltern betreffen wird, nicht zu Stande kommt. Wehren wir uns gegen ein System, das unsere Rentenversicherung kaputt wirtschaftet sich aber selbst eine Diätenerhöhung von 16,4% einsackt.






